IRA-Warnung und Proteste

IRA warnt Gefängnisaufseher:

Fast ein Jahr ist es her, seitdem die irisch-republikanischen Gefangenen im nordirischen Maghaberry-Gefägnis revoltierten um sich gegen die unmenschlichen Haftbedingungen zu wehren. Damals zerstörten sie ihre Zellen, verbarrikadierten sich im Speisesaal, es folgten Angriffe auf Wärter mit Exkrementen und teilweise wurde auch ein „Waschverweigerungs-Protest“ durchgeführt. Grund dafür waren u.a. (sexuelle) Misshandlungen der Gefängnisinsassen durch die Wärter, Durchsuchungen der Zellen und Insassen (sowie deren Besucher/innen), bei welchen diese sich komplett nackt ausziehen mussten sowie keine freie Bewegungsmöglichkeit im irisch-republikanischen Trakt des Gefängnisses. Sechs Monate nach Beginn der Revolte sicherte die Gefängnisleitung die Erfüllung der Forderungen zu. Da es jedoch nach wie vor Misshandlungen und Nacktdurchsuchungen gibt, hat die IRA nun deutlich gemacht, dass bei weiteren Nötigungen dieser Art gehandelt und dabei bewiesen werden wird, dass von vielen Wärtern, bis hin zu den oberen Rängen Details (Namen, Adressen, etc.) bekannt sind, so ein Sprecher der IRA. Im Roe House-Flügel des Gefägnisse sitzen ungefähr 30 Personen der IRA-Fraktionen sowie der INLA (Irish National Liberation Army) langjährige Haftstrafen ab. Vor mehreren Tagen haben sich 3 Gefangene aus diesem Flügel in einen anderen Flügel verlegen lassen, weil sie die Taktik des zukünftigen Protestes kritisieren und für nicht tragbar halten. Dazu gehörte vermutlich auch die nun ausgesprochene Warnung der IRA militant gegen Wärter vorzugehen.
Bilder: Bevölkerung unterstützt Gefängnisinsassen

Proteste gegen brutale Hausdurchsuchung:

Nachdem die Polizei bei einem irisch-republikanischen Aktivisten zu Hause anrief und ihn aufforderte mit ihnen zu kooperieren, stürmte diese, nach seiner Weigerung dieses zu tun, sein Haus und verletzte den bereits schwer Erkrankten Mann erheblich. Nach der willkürlichen Hausdurchsuchung wurde der Mann durch Strangulationsversuche erheblich am Hals verletzt und trug mehrere gebrochene Rippen durch Schläge und Tritte davon und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Bilder: Spontankundgebung gegen Hausdurchsuchung

Proteste gegen Queen-Besuch:

Sinn Fein, die (nord)irische Linkspartei, spricht sich gegen Proteste gegen den kommenden Queen-Besuch in Irland aus. Ein Protest und besonders ein gewalttätiger Protest wären laut Parteiführung ein „großer Fehler“. Zwar würde Sinn Fein den Besuch der Queen für unangebracht halten, jedoch müsse man die Einladung durch die irische Regierung akzeptieren. Viele linke und irisch-republikanische Gruppen haben mittlerweile Proteste gegen den Queen-Besuch angekündigt. Im selben Atemzug erwähnte Martin McGuinness, Sinn Fein Politik er und stellvertretender Erster Minister Nordirlands, dass sog. Dissidentengruppierungen (Real- und Continuity IRA) es nicht schaffen werden Nordirland aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Alarm in Westbelfast:

In Belfast mussten heute wieder mehrere Häuser evakuiert werden, nachdem ein verdächtiges Paket auf der Straße gefunden wurde. Polizei und Armee sperrten das Gebiet um den Ardmoulin Platz ab und Anwohner mussten ihre Häuser verlassen. In Belfast und Nordirland kommt es immer wieder zu „Sicherheitsalarmen“ nach derartigen Bombenartrappen. Politiker aller Parteien kritisieren Vorgänge dieser Art als „inakzeptabel“ und von der Bevölkerung verurteilt.

Veranstaltungshinweis:
TATORT-Kurdistan-Block auf der Newroz-Demo in Düsseldorf